S. R. HERMANN · Hermann Books

Thema

Vermögen, Nachfolge und die nächste Generation

Ab der dritten Vermögensstufe ist die Weitergabe keine Frage der Aufteilung mehr, sondern eine strategische Entscheidung: Soll das Vermögen über Generationen erhalten oder bewusst aufgelöst werden?

Die schlechteste Antwort ist, keine zu geben.

Denn ohne Entscheidung wird trotzdem entschieden — nur von den Umständen. Ein Vermögen, das ohne Richtung weitergegeben wird, zerfällt entweder in Einzelinteressen oder bindet eine Generation an eine Aufgabe, die sie nicht gewählt hat.

Zwei Wege, die beide gangbar sind

Das Buch bewertet keinen der beiden als richtig. Es besteht nur darauf, dass einer gewählt wird.

Schaubild: Dynastie oder Auflösung als die beiden Wege der Vermögensweitergabe.
Schaubild aus „Plötzlich Millionär“ Dynastie oder Auflösung — die strategische Grundentscheidung der oberen Stufen. Illustrationsrechnung.

Erben, die nichts gewählt haben

Auf der obersten Stufe verschiebt sich die Perspektive. Nicht mehr: Wie sichere ich die Weitergabe? Sondern: Was mute ich denen zu, die annehmen sollen?

Ein großes Vermögen kann seine Erben erdrücken — nicht durch das Geld, sondern durch das Fehlen jeder Notwendigkeit und durch die Unmöglichkeit, sich die eigene Berechtigung zu erklären. Wer erbt, ohne etwas dafür getan zu haben, steht vor einem Problem, das sich nicht durch Leistung lösen lässt.

Deshalb gehört zur Nachfolge mehr als die Struktur. Was tatsächlich übergeben wird, ist nicht Geld, sondern eine Haltung dazu — und die entsteht über Jahre, nicht bei der Übergabe. Was großes Vermögen mit Kindern macht

Was sich vorbereiten lässt

Die strukturelle Seite — Gesellschaftsformen, Regelungen für den Ausfall, Zuständigkeiten, schrittweise Übertragung — ist gestaltbar und braucht Zeit. Sie ist zugleich der Teil, für den es Fachleute gibt.

Die andere Seite ist es nicht. Ob eine nächste Generation ein Vermögen tragen kann, entscheidet sich nicht an der Konstruktion, sondern daran, ob über Geld gesprochen wurde, bevor es zur Verfügung stand. Diese Vorbereitung lässt sich nicht nachholen und nicht delegieren.

Hier stehen keine Regeln und keine Zahlen. Erbrecht, Erbschaft- und Schenkungsteuer, Bewertungsfragen und Gestaltungsfristen sind zeitabhängig und hängen stark am Einzelfall. Die Primärquelle ist in den Quellen verzeichnet.

Keine individuelle Beratung. S. R. Hermann ist ausdrücklich kein Steuerberater, kein Rechtsanwalt und kein Anlageberater. Eine Nachfolgeregelung gehört vor jeder Umsetzung in fachliche Prüfung — und zwar früh, weil ein Teil der Gestaltungsmöglichkeiten an Fristen hängt.

Weiterlesen